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Berufliche Rehabilitation bei Long Covid und bei Post Covid

Integrationsmanagement für soziale und berufliche Wiedereingliederung bei Menschen mit Post-Covid-19-Zustand (IfC)

Berufliche Reha und Reintegration bei Long Covid

Die Maßnahme richtet sich an Betroffene mit folgenden Diagnosen:

  • Post-Covid-19-Zustand mit Hauptsymptomen wie Müdigkeit, Erschöpfung, eingeschränkte Belastbarkeit, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, depressive Verstimmungen, Schlaf- und Angststörungen, etc.
  • Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID‐19‐Impfstoffen (durch die Impfung können in seltenen Fällen ähnliche Symptome wie bei einem Post-Covid-19-Zustand auftreten)

Grundsätzlich können Betroffenen ab 16 Jahren an der beruflichen Rehabilitation bei Post-Covid-Syndrom teilnehmen. Auf die Festlegung von Kriterien zum Ausschluss wurde absichtlich verzichtet, da alle Defizite in Gesamtheit während eines Reintegrationsprozesses betrachtet werden müssen. Ein zuverlässiges Urteil bzw. eine Prognose über die Eingliederungsfähigkeit lässt sich aus unserer Erfahrung erst nach einer praktischen Erprobung in einem reellen Lebens- und Arbeitsumfeld fällen.

Aufbau und Organisation der Post-Covid Reintegrations-Maßnahme

Ein entscheidender Faktor für eine optimal verlaufende Maßnahme ist der Aufbau und die enge Kooperation mit Therapeuten und Fachärzten aus der Region sowie einem festen Bezugstherapeuten von date up health care, der letztlich die Integration vor Ort ressourcenorientiert begleitet, koordiniert und organisiert.

Zielsetzungen der beruflichen Wiedereingliederung

Primäres Ziel des IfC ist eine dauerhafte berufliche Wiedereingliederung der an Covid erkrankten Person in den ersten Arbeitsmarkt – auch Reintegration genannt . Eine große Herausforderung ist dabei die Anpassung zwischen der verbliebenen individuellen Leistungsfähigkeit des Betroffenen und den jeweiligen beruflichen Anforderungen. Zur erfolgreichen Wiedereingliederung nach einer Reha ist neben der Passung der Leistungs- und Anforderungskriterien auch die Berücksichtigung psychischer, physischer, kognitiver, persönlicher und sozialer Einflussfaktoren unverzichtbar. Sehr häufig finden sich bei den Betroffenen eine stark reduzierte Ausdauer und Belastbarkeit, eine ausgeprägte Antriebsschwäche, mangelndes Selbstvertrauen, eine verminderte Flexibilität und Umstellungsfähigkeit bis hin zu Schwierigkeiten beim Lernen, Erinnern und bei der Konzentration.

Aufgrund der Vielfalt der beschriebenen Einflussfaktoren bedarf es eines individuellen und langfristigen Coachings. Das Coaching orientiert sich an den Problemen des Einzelnen und weiterführenden medizinischen und psychotherapeutischen Therapien. Das reale Berufsfeld und das aktuelle soziale Umfeld des Betroffenen werden in den rehabilitativen Prozess aktiv einbezogen. Neben störungsspezifischen Interventionen gehören Hilfen zur Erhaltung des Arbeitsplatzes bzw. zur beruflichen Wiedereingliederung zu den wichtigsten Leistungen für Betroffene. Um eine nachhaltige Integration zu ermöglichen, ist es erforderlich, die unterschiedlichen therapeutischen Ansätze in einen alltagsorientierten Gesamtbehandlungsplan zur Reintegration einzubinden.

Die Ziele einer beruflichen Rehabilitation bei Post Covid im Überblick

  • Anpassung von Leistung und Anforderung
  • dauerhafte berufliche Integration und Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt
  • persönliche und fachliche Grundqualifikation
  • Schutzmaßnahmen gegen Überforderung und Überlastung
  • Aufklärung im Umgang mit Beeinträchtigungen
  • Erlangen der wirtschaftlichen und sozialen Selbständigkeit
  • Teilhabe am sozialen Leben verbessern

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Unsere Arbeitsweise in allen Phasen der beruflichen Wiedereingliederung

  • Steuerung, Begleitung und Betreuung ausschließlich durch berufserfahrene und qualifizierte Fachtherapeuten und (Neuro-) Psychologen
  • Während der gesamten Maßnahme steht ein Therapeut als Bezugsperson bereit
  • Nutzung eines interdisziplinäres Eingliederungsnetzwerks
  • Einzelfallbetreuung sowohl im häuslichen als auch beruflichen Umfeld
  • umfassendes kognitives und berufsbezogenes Assessment
  • Maximale Transparenz in Bezug auf den Verlauf
  • Begleitende Dokumentation und Evaluation der Post Covid Reha

Aufbau der Rehabilitation und Integration bei Post-Covid-19-Zustand

Der Zugang zur Maßnahme erfolgt nach Antragstellung (LTA - Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) und Beratung durch den verantwortlichen Rehabilitationsberater / Kostenträger des Antragstellers, unter Hinzuziehung des möglichen Bezugstherapeuten von date up health care am Heimatort. Die Maßnahme selbst setzt sich aus drei Modulen zusammen, die im Verlauf der Rehabilitation durchlaufen werden können. Die Durchführung der Maßnahme findet ausschließlich vor Ort, d. h. in den Betrieben oder dem häuslichen Umfeld des Klienten statt und wird von Beginn bis zum Ende der Rehabilitation von einem persönlichen Fach- und Bezugstherapeut begleitet.

Informationsblatt zur Wiedereingliederung nach Covid 19 Erkrankungen

Unser Angebot für die berufliche Wiedereingliederung, übersichtlich in einem Informationsblatt, finden Sie hier:

Infobatt IfC – Integrationsmanagement für soziale und berufliche Wiedereingliederung mit Post-Covid-19-Zustand

Modul 1: Integrations-Check

Ziel der Orientierungsphase ist es, gemeinsam mit dem Klienten und den bis dahin am Rehabilitationsprozess beteiligten Ärzten und Therapeuten eine gemeinsame „Fahrplan“ für den beruflichen Eingliederungsprozess zu erstellen. Neben vorliegenden Vorbefunden fließt auch das aktuelle Leistungsniveau in die Beurteilung mit ein, das in einer ausführlichen, standardisierten neuropsychologischen / psychologischen Diagnostik erhoben wird. Die so gewonnenen Informationen aus sozialer und beruflicher Anamnese geben Aufschluss über die aktuellen sozialen Verhältnisse, die berufliche Situation, Interessen, Neigungen, Fähigkeiten, Ressourcen und Teilhabe und stellen zusammen mit der psychischen Befindlichkeit und dem kognitiven Leistungsbild den Kern des Eingliederungsplans für die berufliche Rehabilitation bei Post Covid dar.

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Modul 2: Praxistraining bei Post Covid

Das Praxistraining für die Post Covid Rehabilitation setzt sich aus einem alltagsorientierten und einem berufsorientierten Reintegrationsprogramm zusammen und geht fließend aus der Orientierungsphase hervor.

Zu Beginn begleiten noch häufig fachärztliche, psychotherapeutische und medizinisch-therapeutische Maßnahmen (z. B. Ergotherapie) den Eingliederungsprozess.  Die Belastbarkeit in den verschiedenen Teilhabebereichen ist aufgrund der störungsbedingten Einschränkungen (Antriebsminderung, Müdigkeit, kognitive Defizite, etc.) in den meisten Fällen noch deutlich reduziert. Das Ziel der Integrationsmaßnahme von date up health care ist es, diese Belastbarkeit zu erhöhen und Belastungen abzubauen und die oben beschriebenen Behandlungen im Verlauf der Rehabilitation zu reduzieren oder so in den Alltag zu integrieren, dass einer beruflichen Tätigkeit in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung nachgegangen werden kann.

Trainiert werden neben arbeitsplatzbezogenen vor allem auch kognitive Fertigkeiten im Rahmen eines auf die spezifischen Leistungseinbußen individuell angepassten kognitiven Leistungstrainings. Das soziale Umfeld und nahe Angehörige werden eng in den Rehabilitationsprozess involviert. Auch die Nöte und Ängste der Angehörigen werden zusammen aufgearbeitet und gemeinsam mit dem Klienten wird an einem realistischen Krankheitsbild und einer neuen Zukunftsperspektive gearbeitet. Die Betreuung findet im häuslichen Umfeld statt, um störungssensible psychotherapeutische Ansätze unter alltäglichen Bedingungen umsetzen zu können. Je nach Bedarf wird unterstützend auch bei alltäglichen Problemen assistiert.

Modul 3: Integration

Die Integrationsphase verfolgt das Ziel der Festigung der bisher erlernten Fertigkeiten und der Rückführung in ein Beschäftigungsverhältnis durch die Eingliederung auf den Arbeitsplatz. Die Tätigkeitsbereiche sind eruiert und die maximale Arbeitsbelastung ist festgelegt. Im vorangegangenen Verlauf der betrieblichen Phase war es den Betrieben möglich, sich ein umfassendes Bild der Leistungsfähigkeit der einzugliedernden Person zu machen. Durch die hohe Motivationsbereitschaft der Klienten und der bis dahin vor Ort geleisteten therapeutischen Arbeit ist es in vielen Fällen möglich, Ängste und Missverständnisse abzubauen, wodurch eine Integration auch in einem neuen Arbeitsumfeld möglich ist. Die Betreuung vor Ort wird sukzessive reduziert und damit der Integrationsprozess in ein „normales“ Beschäftigungsverhältnis weiter gefördert. Eine abrupte oder zu frühe Beendigung dieses sehr intensiven, weil einzelfallbezogenen Coaching-Prozesses kann eine Beeinträchtigung der erarbeiteten Erfolge nach sich ziehen. Um dies zu vermeiden, kann bei Bedarf eine Nachbetreuung in einem niederfrequenteren Rahmen mit entsprechenden Übergangshilfen angeboten werden.

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Unser Service für die Leistung IfC

Für eine unverbindliche Erstberatung steht eine bundesweit gültige und kostenfreie Servicenummer zur Verfügung.
Unter dieser Nummer erhalten Interessenten erste Auskünfte zur Maßnahme und werden an den entsprechenden Fachtherapeuten weiter vermittelt.

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Frau Inci Akyörük
Teamassistenz berufliche Reha
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